Die so genannte Hollywood-Diät wurde in den 1920er Jahren in den USA für die damaligen Filmdiven entwickelt. Angeblich wurde sie von Studio-Bossen ihren weiblichen Stars regelrecht aufgezwungen, um sie pünktlich zu Drehbeginn auf das erwünschte Gewicht zu bringen. Hauptbestandteile dieser Diät sind Luxusnahrungsmittel wie Hummer, Shrimps und exotische Früchte. Kohlenhydrate werden auf ein Minimum reduziert, es handelt sich daher um eine Low Carb-Ernährung.

Das Prinzip

Das Diätprogramm sieht maximal 1000 Kalorien pro Tag vor. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Proteine (mageres Fleisch, Fisch), Eier, Obst und Salate. Außerdem gibt es bestimmte Regeln, welche Lebensmittel womit kombiniert werden dürfen. Fett und Salz werden im Vergleich zu normaler Mischkost stark reduziert, ebenso Kohlenhydrate. Kartoffeln, Reis und Nudeln sind ausdrücklich verboten, denn in den 1920er Jahren galten gerade Kohlenhydrate als “Dickmacher”. Die in exotischen Früchten enthaltenen Enzyme sollen als Fatburner wirken. Versprochen wird ein Gewichtsverlust von mehreren Kilogramm pro Woche.

  • Enzyme werden im Magen aufgespalten und können daher keine besondere Wirkung entfalten.
  • Die Ernährung ist nicht ausgewogen und enthält mit etwa 60 Prozent einen deutlich zu hohen Proteinanteil. Ernährungswissenschaftler empfehlen maximal 20 Prozent. Weil relativ viele Eier gegessen werden, ist auch die Cholesterinzufuhr sehr hoch.
  • Eine erhöhte Eiweißaufnahme führt zu einem erhöhten Harnsäurespiegel und belastet die Nieren. Das Risiko für die Bildung von Harnsteinen und Nierensteinen erhöht sich, ebenso die Gefahr von Gichtanfällen. Vor allem für Menschen mit Nierenfunktionsstörungen ist diese Diät völlig ungeeignet.
  • Es gelten im Grunde alle Kritikpunkte, die bei Low Carb-Diäten genannt werden.

Diät Vollkost

Vollkost ist ein Begriff aus der Diätetik und bezeichnet eine Ernährung, die ohne Einschränkung alle Nahrungsbestandteile, also Kohlenhydrate, Lipide, Proteine, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis enthalten und den Bedarf an Kalorien vollständig deckt. Es handelt sich also um die übliche Ernährung im Gegensatz zu einer Diät. Bei der leichten Vollkost wird - vor allem in Krankenhäusern und Kureinrichtungen - auf Lebensmittel verzichtet, die potenziell Beschwerden auslösen könnten wie Blähungen oder Allergien.

Diät Ulrich Strunz

Ulrich Ernst Theodor Strunz (* 21. November 1943 in Görlitz) ist Internist, Triathlet, Buchautor und wurde in Presse und Medien oft als Fitnesspapst beschrieben.

Strunz vermittelt seine Fitnessphilosophie in bildlicher und einfacher Sprache. Durch seine Methoden soll man mit richtiger Bewegung, Ernährung und Denken nicht nur zu Gesundheit und Fitness, sondern auch zu Kreativität und Höchstleistung gelangen können. Dabei versteht er sich auch als Motivator zu mehr Bewegung und gesunder Ernährung.

Die dabei propagierten Methoden sind in der Fachwelt teilweise umstritten. Besonders der von Strunz propagierte Vorfußlauf ist umstritten, weil er Wadenmuskeln und Achillessehne schaden kann, besonders bei falscher Bewegung, gesteigerter Belastung oder falschem Schuhwerk.

Diät Fatburner

Als Fatburner (engl. fat: Fett; engl. to burn: (ver)brennen) werden Substanzen bezeichnet, denen eine Förderung der körpereigenen Fettverbrennung nachgesagt wird. Es gibt auch “Fatburner”-Diäten, die sich diesen Effekt zunutze machen wollen.

Einige natürliche Fatburner werden vom Körper selbst erzeugt. Dazu zählen Glucagon und das Wachstumshormon. Fatburner kommen auch in Lebensmitteln vor, dazu zählen angeblich Magnesium, Linolsäure und Vitamin C, Enzyme und L-Carnitin, aber auch Koffein.

Künstliche Fatburner sind aus natürlichen und synthetischen Stoffen hergestellte Mischungen, die in Tablettenform, als Pulver oder als Flüssigkeit zusätzlich zur Nahrung aufgenommen werden. Sie werden zur Unterstützung beim Reduzieren des Körpergewichtes und im Rahmen von Bodybuilding verwandt. Manchmal enthalten sie allerdings Stoffe, deren Abgabe in Deutschland rechtlich eingeschränkt ist (z. B. Ephedrin) oder die unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Die unmittelbare beabsichtigte Wirkung von Fatburnern wird von vielen Ärzten und Ernährungsfachleuten bezweifelt.

Die Theorie

Einige Autoren von Diätbüchern oder Ratgebern gehen davon aus, dass sich die Fettverbrennung des Körpers unabhängig von Sport und Bewegung durch die Aufnahme geeigneter Substanzen künstlich steigern lässt. Erreicht werden soll das durch einen veränderten Stoffwechsel, eine erhöhte Körpertemperatur, eine schnellere Fettverbrennung oder stärkere Fettausscheidung. Die empfohlenen Substanzen sollen als Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden oder mit Hilfe spezieller Lebensmittel im Rahmen einer Diät.

Kritik

Viele Mediziner und Ernährungswissenschaftler bezweifeln, dass es überhaupt wirksame Fatburner gibt. Wesentliche Einwände sind:

  • Enzyme bestehen aus Protein. Sie werden im Magen von der Magensäure aufgespalten und sind danach nicht mehr wirksam.
  • L-Carnithin muss nicht zusätzlich als Präparat aufgenommen werden, da es der Körper selbst herstellen kann. Die Substanz regt tatsächlich die Fettverbrennung der Mitochondrien in den Muskeln an, allerdings ist die Anzahl dieser Zellen entscheidend, und diese lässt sich nur durch Sport erhöhen.
  • Die Einnahme von Hormonen ist gesundheitlich bedenklich. Das Schilddrüsenhormon erzeugt eine künstliche Schilddrüsenüberfunktion. Die Folge können u.a. Herzrasen und Schweißausbrüche sein.
  • Koffein und Guarana müssen in großen Mengen aufgenommen werden, um die Energieverbrennung zu steigern. Hohe Dosen führen jedoch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Herzrasen und Zittern.
  • Die Bedeutung des Wachstumshormons für Erwachsene wird angezweifelt.

Kohlsuppe diaet Suppe

Suppe (von mhd.: supfen, „trinken“) bezeichnet eine gewöhnlich warme, flüssige bis dünnbreiige Speise, die in der Regel aus Wasser, Gemüse, Fleisch, Fleischextrakten, Fetten, Gewürzen, Kochsalz und weiteren Zutaten hergestellt wird. Ferner werden dem meist als Vorspeise servierten Gericht zusätzliche Bestandteile wie Suppeneinlagen beigefügt. Es wird im Allgemeinen zwischen klaren und gebundenen Suppen unterschieden.

Ursprünglich waren Suppen ein vollwertiges Gericht, das als Grundlage stets Fleisch, Geflügel, Wild oder Fisch enthielt. Sämtliche mit der Bezeichnung Suppe versehenen Speisen sind in ihrer heutigen Form neueren Ursprungs und lassen sich nicht weiter als bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurückführen.Auguste Escoffier: Kochkunstführer, Nordhausen 1923, Seite 99

Einteilung

Die Einteilung der Suppen erfolgt gewöhnlich in zwei große Klassen, in die klaren Suppen und die gebundenen Suppen. Neben dieser allgemein akzeptierten Klassifikation gibt es weitere verschiedene Untergliederungen, die sich nach der Zubereitung der Suppe richten. Diese Unterteilungen der klaren und gebundenen Suppen wurden von verschiedenen Verfassern erstellt, weswegen es keine allgemeingültige Unterteilung gibt. Im Hinblick auf die besonders seit dem 20. Jahrhundert stark erweiterte Vielfalt an Suppen treten häufig erweiterte Zuordnungen auf, wonach sich beispielsweise Eintöpfe und Kaltschalen als eigenständige Klassen etabliert haben. Diese von der traditionellen Einteilung abweichenden Kategorisierungen richten sich dabei nicht nur ausschließlich nach der Zubereitung der einzuteilenden Suppen, so dass eine Suppe mehreren Kategorien zugeordnet werden kann.

Klare Suppen (Consommés)

Die klaren Suppen umfassen die Brühen, Kraftbrühen und doppelten Kraftbrühen. Unter Anwendung von erhitztem Wasser werden Extraktivstoffe von Fleisch, Geflügel, Wild, Fisch, Schalentieren, Schildkröten oder dergleichen entzogen und der Suppe zugeführt. Das Verhältnis zwischen festen Bestandteilen und Brühe beträgt etwa eins zu fünf, bei Kraftbrühen ist der Feststoffanteil etwa doppelt so hoch. Klare Suppen regen den Magen an und haben weniger eine nährende Wirkung, weshalb diese auch bei Diäten empfohlen werden.

Die Bezeichnung Consommé ist ein französischer Küchenausdruck, der allerdings in Frankreich unbekannt ist. Es gibt zu jenem Ausdruck in keiner anderen Sprache ein entsprechendes Äquivalent, weshalb dieser Begriff auch in den Sprachschatz anderer Sprachen aufgenommen wurde. Nach L. F. Jungius, preußischer Küchenmeister und Verfasser eines Küchenlexikons, wäre die treffendste deutsche Umschreibung Doppelbrühe. Dies entspringt aus der Tatsache, dass die Consommé ursprünglich eine gehaltvolle Brühe benannte, die aus der Zubereitung von Rindfleisch, Kalbfleisch, Hammelfleisch oder Geflügel hervorging.

Eine der bekanntesten Brühe ist die Rinderbrühe, auch Rindssuppe oder Bouillon genannt. Weitere bekannte Brühen sind Hühnerbrühe, Gemüsebrühe, klare Fischsuppe und klare Ochsenschwanzsuppe. Sie bilden die Basis für klare Suppen mit Einlagen und weiteren Zutaten wie Grießnockerlsuppe, Backerbsensuppe, Leberknödelsuppe, Frittatensuppe, Leberspätzlesuppe, Nudelsuppe, Reibgerstelsuppe, Schinkenschöberlsuppe, thüringer Schnippelsuppe und Zwiebelsuppe.

Gebundene Suppen (Potages liés)

Die gebundenen Suppen bezeichnen sämtliche Suppen, die mit einem Bindemittel zubereitet werden. Sie umfassen nach Auguste Escoffier die fünf Unterklassen der Püreesuppen (Purées, Coulis und Bisques), der Creme- oder Rahmsuppen (Crèmes), der Samt- oder Schleimsuppen (Veloutés), der gebundenen Kraftbrühen und der unveränderlichen Spezialsuppen, die von mehreren Arten abstammen.

Püreesuppen bezeichnen Suppen, die ohne Mehlschwitze (Roux) verdickt werden, wenn sie mehlige Zutaten enthalten. Werden wasserhaltige und krautartige Gemüsesorten, die nicht selbst als Bindemittel dienen können, als Basis der Püreesuppe verwendet, so werden diese unter Zuhilfenahme von Reis, gebackenem Brot bzw. Croûtons oder mehligen Substanzen wie Kartoffeln oder Bohnen verdickt.

Reis gilt als Bindemittel für Pürees mit Geflügel, Schalentieren oder bestimmten Gemüsen. Kräutersuppen und jene von wasserhaltigen Gemüsen werden durch Kartoffeln gebunden, Wildpürees durch Linsen. Croûtons werden für Pürees der alten Küche als Bindung verwendet, da Brotkrusten das bedeutendste Bindemittel der alten Küche waren. Pürees weißer Bohnen, Linsen sowie der Kartoffel brauchen kein gesondertes Bindemittel, da ihre Hauptbestandteile eine gute Bindung besitzen, was auf den hohen Stärkegehalt zurückzuführen ist. Verfeinert wird die Püreesuppe mit Fleischbrühe, seltener mit Milch, keinesfalls jedoch mit Sahne oder rohem Eigelb.

Die Püreesuppen werden nach Escoffier nochmals in Purées, Coulis und Bisques untergliedert. In nachfolgenden Werken zur Kochkunst haben sich teilweise die Coulis und Bisques als eigenständige Gruppen neben den Purées etabliert. Die Purées bezeichnen im Gegensatz zur ursprünglichen Bezeichnung der Erbsensuppe eine Vielzahl von Suppen und Breien mit verschiedenen Substanzen.

Bei Coulis erfolgt die Zubereitung nur mit Geflügel, Wild oder Fisch. Neben Velouté gilt Reis oder Brot als Bindung für Coulis mit Geflügel. Wild-Coulis werden dagegen abhängig vom Geschmack mit schwarzen oder roten Bohnen, Linsen oder Kastanien gebunden. Ebenfalls kann ein wenig Espangnole, eine braune Grundsauce, beigefügt werden. Brot, besonders Croûtons, binden Coulis mit Fisch. Helle Coulis werden mit Sahne und Eigelb verfeinert, dunkle, die mit Brot gebunden wurden, mit Sahne. Mit Bohnen, Linsen oder Kastanien gebundene dunkle Coulis werden dagegen lediglich mit Butter verfeinert.

Die Bisques sind eine besondere Art der gebundenen Suppen, die mit Krustentieren oder Schaltieren zubereitet sind. Ende des 19. Jahrhunderts bezeichneten sie in den europäischen Küchen lediglich die Krebssuppen. Da in Amerika Schaltiere preisgünstig in guter Qualität zu erwerben waren, wurden dort die Bisques mit denselben bereitet. Ranhofer servierte als erster Chefkoch Bisques mit Austern und anderen Schalentieren. Der Name stammt wahrscheinlich vom französischen Biscotte (Zwieback), der, ebenso wie Reis oder Fisch-Velouté, zum Binden der Suppe benutzt wird. Entweder Butter oder Sahne vollenden die Bisque.

Schleimsuppen werden Suppen genannt, die mit Hilfe von Getreiden wie Reis, Gerste, Hafer oder Mehlschwitze gebunden werden. Die Grundlage der Suppe ist Geflügel, Fisch, Wild oder Gemüse und wird in gebundener Brühe gekocht. Seltener wird der geschmacksbildende Hauptbestandteil zu Brei gekocht und anschließend mit Brühe vermischt sowie gekocht. Sahne, rohes Eingelb und Butter vollenden die Schleimsuppen.

Creme- oder Rahmsuppen bezeichnen Suppen, die durch Getreide wie Reis, Gerste, Hafer oder Mehlschwitze gebunden werden. Die Grundlage der Suppe ist Geflügel, Fisch, Wild oder Gemüse, das in Milch gekocht wird. Zur Verfeinerung sollte nur Sahne dienen.

Eintöpfe

Eintöpfe werden oftmals als eigenständige Gruppe neben den Suppen angesehen, jedoch in der Fachwelt als Untergruppe der Suppen gezählt. Der Eintopf charakterisiert sich dadurch, dass mehrere Zutaten in einem Topf auf Basis von Wasser gegart werden. Es finden sich gewöhnlich als Hauptbestandteile mehrere Gemüsearten, Kartoffeln oder Reis, Hülsenfrüchten oder Teigwaren, zudem besteht die Möglichkeit der Zubereitung mit oder ohne Fleisch, Wurst und Fisch. Durch seine sättigende Wirkung wird der Eintopf oftmals als vollwertiges Gericht angesehen.

Kaltschalen

Kaltschale sind gekühlte Suppen, welche vor allem im Sommer anstelle der herkömmlichen Suppe serviert wird. Auch können sie als Nachspeise fungieren. Anhand der Grundzutaten unterscheidet man sie in die Typen Milchkaltschalen mit Milch, Buttermilch, Sauermilch oder Joghurt, Obstkaltschalen mit Obst, Obstmark oder Obstsaft und Rohkostkaltschalen mit rohem Gemüse und Salaten als Grundlage.

Geschichte

Die Suppe nahm im Lauf ihrer Geschichte unterschiedliche Bedeutungen als Nahrungsmittel der ärmeren Bevölkerung, als Frühstücksspeise, als Eröffnung von großen Menüs und als klassische Mahlzeit für erkrankte Menschen an. In ihrer gesamten Entwicklung veränderte sich die Suppe in ihren Zubereitungen recht stark, von ihr leiten sich sämtliche Breie, Eintöpfe, Brühen und Saucen ab. Den überlieferten Rezepten folgend könnte man die Blütezeit der Suppe auf die Spätrenaissance und den Barock festlegen.Britta Reichel: Suppen. Die Klassiker der schnellen Küche, DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2001, Seite 10, ISBN 3-7701-8588-9

Ursprung und frühe Entwicklungen

Die Ursprünge der Suppe sind in der Steinzeit zu suchen, als breiartige Speisen in wasserfesten Kochsäcken zubereitet und verzehrt wurden. Tongefäße, zwischen 9.000 und 7.000 v. Chr. erfunden, förderten die Entwicklung dahingehend, dass von nun an in einem festen Behälter Wasser, Getreide und verschiedene weitere Zutaten gekocht werden konnten. Nach Überlieferungen wurden vor ca. 6.000 Jahren in Mesopotamien erste Suppen gekocht. Von dort verbreiteten sie sich weiter nach Ägypten, daraufhin nach Griechenland und anschließend in das Römische Reich. Weitere Verbreitung fand die Suppe in den eroberten Gebieten der Römer. Archäologische Funde wie Suppentöpfe aus Stein und Holzteller datieren den Verzehr der ersten Suppen in Mitteleuropa vor 5.000 Jahren. Die ersten Suppen reicherte man oftmals mit Brot, Fladen oder Klößchen an. Diese stärke- und eiweißreichen Teigwaren machten mit dem Suppengemüse, das Mineralstoffe und Vitamine enthält, die Flüssignahrung zu einem vollwertigen Gericht. Diese dickflüssigen Zubereitungen wurden mit den bloßen Händen verspeist, bevor Muschelschalen oder Holzlöffel diese Funktion übernahmen.

Zu den frühen Entwicklungen der Suppe sind Getreideschrotbreie als warme Frühstücksmahlzeit zu zählen, von denen die heutige Hafergrütze und der Porridge Zeugnis ablegen. Diese Breie mit Hülsenfrüchten waren im antiken Griechenland, im Römischen Reich und bei den Germanen gleichermaßen die Grundlage der Suppen. Die Römer würzten diese Gerichte mit Garum, einer Würzsauce. Die Inkas bereiteten ihre Suppen oftmals mit Quinoa, den Samen eines Gänsefußgewächses zu. Man würzte diese Zubereitungen mit Chili. In China kennt man seit über 2.000 Jahren die Reissuppe, die Herstellung von Reisnudeln lässt sich dort bis in die Han-Dynastie um das Jahr 200 zurückverfolgen. Gemüsebrühen verdickte man in Indien mit einer Substanz ähnlich dem Reismehl. Auf dem amerikanischen Kontinent aß man nach Bilderhandschriften Maisfladen, die als Hauptbestandteil der Nahrung der dortigen Bevölkerung gesehen werden. Im alten Ägypten bereite man Fleischeintöpfe mit Geflügel oder anderem Fleisch und dicken Bohnen, Linsen oder Erbsen zu.

Suppen in der mittelalterlichen Küche

Zu Zeiten des Mittelalters hatten in Europa dicke Suppen und Muse neben Wein und Milch oftmals die Funktion des warmen Frühstücks. Die Suppe sollte möglichst dickflüssig sein, da sie nach der damaligen Ansicht umso besser wäre. Auch wurden in reicheren Haushalten Suppen zum Abendbrot gereicht, obgleich eine allgemeine Speisenfolge nicht festgelegt war. Ein Gang umfasste stets das Auftischen mehrerer Gerichte, Suppen wurden dabei zum Schluss eines Ganges serviert.

In Nordeuropa baute man im frühen Mittelalter vornehmlich Gerste, Hafer und Roggen an, welche dem milden Klima angepasst sind. Das Getreide, besonders Hafer, schrotete man nach der Ernte und verkochte dies mit Salzwasser zu einem Brei, ähnlich dem heutigen Porridge. Diese Breie waren die täglichen Hauptmahlzeiten der Normannen. Im Hochmittelalter waren in der italienischen Küche Fleischstücke in dickflüssiger Tunke bekannt. Den Suppen gab man oftmals durch Honig und verschiedenste Gewürze eine besondere Note.

Erste Verfeinerungen der Suppe

Mit der Renaissance traten modernere Formen der Suppen auf und wurden kontinuierlich verfeinert. So war eine Fleischbrühe oftmals deren Grundsubstanz, die wahlweise mit Eiern, Mandelbrei oder Brotkrumen verdickt wurde. Die Zubereitungen entsprachen mit den Fleischzugaben und Gemüse dem heutigen Eintopf. In Menüaufstellungen fehlten Suppen in Italien bis zum 18. Jahrhundert recht selten. Breie und Pürees aus Getreide und Gemüse lehnte dagegen die italienische Küche für solche Anlässe ab, da diese die Hauptmahlzeiten der ärmeren Bevölkerung darstellten.

Im 16. Jahrhundert wurde die französische Küche durch die toskanische beeinflusst, dabei entwickelte sich aus der Minestrone der Pot-au-feu, ein Eintopf, der neben Wasser Fleisch und Gemüse beinhaltet. Das Gericht gehört zu den Vertretern, welche die alte Küche überlebt haben und von derselben eine ungefähre Vorstellung geben. Der letzte bedeutende französische Küchenchef der Renaissance, François-Pierre de La Varenne, beschreibt in seinem 1651 veröffentlichtem Werk Le cuisinier François zahlreiche leichte Speisen. Als Liebhaber der Saucen entwickelte Varenne die Boullion Roux, die blonde Mehlschwitze, welche daraufhin zur Grundlage sämtlicher weißen Saucen avancierte. Auch finden sich in seinem Kochbuch erste Cremesuppen, so die Blumenkohl- und Spargelcremesuppe.

Wie auch in anderen Ländern Europas war auch die deutsche Küche gespalten. Die ländlichen Bewohner kannten eher einfache Suppengerichte wie Erbsbrei oder zu Festtagen Brühe mit Brotkrumen und Gemüse. Dagegen entwickelte sich in den Städten und an den Residenzen des Adels eine Esskultur, die auch auf die Suppen Einfluss nahm. Im 16. Jahrhundert kannte man in Deutschland beispielsweise Fleischbrühe mit Spargel, seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert wandte man sich stärker der französischen Küche zu.Hans Peter von Peschke, Werner Feldmann: Das Kochbuch der Renaissance, Artemis & Winkler, Düsseldorf 2002, ISBN 3-53807-061-X

Die Suppe als Mahlzeit bei Hofe

Die Olla podrida, ein opulenter Eintopf mit Rind, Lamm, Schinken, Geflügel und Gemüse galt zunächst als bäuerliches Festessen in Kastilien, welches am Anfang des 16. Jahrhunderts Eingang in die französische Küche fand. Im 16. Jahrhundert wurde sie auch in die Speisepläne am Hofe der Bourbonen aufgenommen. Da die politischen Beziehungen zwischen der spanischen und österreichischen Linie der Habsburger bis in das 17. Jahrhundert hinein eng war, herrschte auch am Wiener Hof die spanische Etikette. Ende des 16. Jahrhunderts ging die auch als Oille, Ollea oder Spanischer Suppentopf bezeichnete Suppe in die österreichische Küche über.

Obwohl sich bereits im 17. und 18. Jahrhundert die Suppen in erheblichem Maße verbesserten, waren sie dennoch oftmals mit zahlreichen Einlagen versehen, was sie recht gehaltvoll machte und weshalb diese aus gegenwärtiger Sicht als Vorspeise nicht geduldet würden.Adolf Mayer: Unsere modernen Suppen, Die Küche, 15. August 1926, Seite 301 Bei der Verfeinerung der Suppe und der Aufnahme dieser neuen Theorie nahm Marie-Antoine Carême deutlichen Einfluss.

Infragestellung und Verfeinerung der Suppe

Benjamin Thompson, Graf Rumford, erfand 1795 noch zur sparsamen Massenversorgung von Soldaten, Bettlern und Arbeitslosen einen neuartigen Eintopf, welcher nach ihm Rumfordsuppe genannt wird. Der Zweck der Massenversorgung brachte der Suppe wieder den Ruf eines Gerichts der verarmten Bevölkerung ein. Im 19. Jahrhundert fand diese Suppe in verfeinerter Form international Eingang in bürgerliche Kochbücher.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stellten sich Fachleute der Gastronomie die Frage, ob das Servieren von Suppen bei Menüs gestattet oder unterlassen werden sollte, was zu einer kontroversen Diskussion führte. Begründet wurde das Auftragen von Suppe mit der angenehmen Anregung des Magens. Der bekannte Gastrosoph Grimod de la Reynière plädierte für die Suppe mit dem Ausspruch: „Die Suppe ist in einem Diner, was das Portal oder der Eingang einem Gebäude, was so viel sagen will, dass sie ahnen lässt, was noch folgt, ungefähr wie die Ouverture einer Oper.“

Die Gegner argumentierten, dass Suppen zu Beginn eines Menüs zu sehr sättigen und es daher unmöglich wäre, sich an den darauffolgenden Speisen zu erfreuen und diese zu genießen. Dies lag auch an dem Umstand, dass zu jener Zeit gewöhnlich Suppen eine höhere Menge an Einlagen hatten, Brühen waren gänzlich unbekannt. So sprach sich unter anderem der Feinschmecker Marquis de Cussy gegen die Suppe anhand des Vergleichs derselben mit dem Prolog eines Buches aus. Er stellte dabei Behauptung auf, dass ein gutes Buch keiner Vorrede bedarf wie ein gutes Essen keiner Suppe. Die Opponenten unterlagen, als sich das speisende Publikum im Laufe der Zeit für das Servieren von Suppe entschied.

Im weiteren Verlauf vereinfachten sich die Rezepte dahingehend, dass die Suppen weniger Einlagen enthielten und für große Menüs bekömmlicher wurden. Hierein spielt auch der zunehmende Einfluss der französischen Küche, welche die Verfeinerung der Rezepturen anstrebte. So sollte eine richtige Einteilung als Charakteristikum eines Menüs erreicht werden, die den Gast fortschreitend im Appetit befriedigen sollte. So sind die modernen Suppen lediglich ein vereinfachtes Muster früherer Suppen, welche die alte Küche überlebten, oder erst seit dem 19. Jahrhundert neu erfundene Kreationen.

Mit der Verfeinerung der Suppen und ihrem Aufstieg überwiegend durch die französische Küche kam es zu zahllosen unterschiedlichen Suppenbezeichnungen, die den Gast jedoch nicht über die Zubereitung und Beschaffenheit einer Suppe aufklärte. So versuchte man in Fachkreisen eine Einteilung der Suppen zu erstellen. Diese Aufgabe führte zu verschiedensten Entwürfen von Klassifizierungen der Suppen, wobei bis heute lediglich die Trennung zwischen klaren und gebundenen Suppen allgemein anerkannt ist.

Die modernen Suppen

Aufgrund der Tatsache, dass viele Speisen aus Übersee seit dem 20. Jahrhundert auch in der westlichen Welt preisgünstig verfügbar waren, erweiterte sich auch das allgemeine Nahrungsangebot. Ebenfalls ging mit dieser Internationalisierung die Übernahme fremdländischer Suppenrezepte einher. Zahlreiche exotische Suppen und Kaltschalen bereichern seitdem das Angebot im Bereich der Suppengerichte. Dies brachte erneute Schwierigkeiten bezüglich der Abgrenzung und Einteilung der Suppen, da die neuen Gerichte nicht in die bisherigen Schemata passten.

Des Weiteren entwickelte sich mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert die Instantsuppen, zu denen Justus von Liebigs Fleischextrakt, Johann Heinrich Grünebergs Erbswurst, der Brühwürfel sowie Nebenprodukte wie Maggis Leguminosenmehl und die Maggi-Würze gezählt werden. Diese Produkte der Lebensmittelindustrie wurden ursprünglich zur preisgünstigen Versorgung der ärmeren Bevölkerung und des Militärs hergestellt. Die Suppen aus industrieller Herstellung nahmen im 20. Jahrhundert zunehmend eine wichtige Rolle ein, da damit in kurzer Zeit Flüssiggerichte aufgebrüht werden konnten. Dies war ein wesentlicher Vorteil gegenüber der oft stundenlangen Zubereitung konventioneller Suppen.

In den USA entwickelten sich auch so genannte Suppenbars, die lediglich Suppen anbieten. In den folgenden Jahren fand die Idee auch in anderen westlichen Ländern Anklang, so dass mittlerweile in allen größeren Städten Europas Suppenbars zu finden sind.

Regional- und Nationalsuppen

Als Regionalsuppen werden jene Suppen bezeichnet, die ursprünglich in einer bestimmten Region bekannt waren. Dagegen sind Nationalsuppen Suppen, die als typische Besonderheit einer Nation zugeordnet werden. Regional- und Nationalsuppen bedienen sich gewöhnlich den vorhandenen Zutaten der Region bzw. Landes.

Europa

Zu den deutschen Regional- und Nationalsuppen zählen auch einige, die auch im angrenzenden Ausland oft serviert werden. So ist die für Bayern typische Leberknödelsuppe, eine klare Brühe mit einem Leberknödel, auch ein Nationalgericht Österreichs. Auch die Erbsensuppe ist in zahlreichen Ländern mit nur geringen Unterschieden von der deutschen Variante vertreten. Die Ochsenschwanzsuppe, als klare Brühe wie als gebundene Suppe bekannt, gilt als typisch deutsches Gericht. Eine für den norddeutschen Raum bekannte Speise ist die Aalsuppe, welche besonders durch ihre Hamburger Variante zu Ruhm kam. Der Pichelsteiner Eintopf wird auf Grund dessen kurzer Zubereitungsdauer oft in Großküchen zubereitet. Weitere eher regional bekannte Suppengerichte sind die Badische Schneckensuppe, die Hochzeitssuppe mit deren Variante aus Hadeln. Nicht nur in Sachsen und in der Pfalz ist die Kartoffelsuppe verbreitet.

In der österreichischen Küche werden neben der Leberknödelsuppe die in vielen Ländern Mitteleuropas bekannte Frittatensuppe, die Grießnockerlsuppe und die Wiener Rindsuppe als Nationalsuppen bezeichnet. Regionale Gerichte Österreichs sind unter anderem die Tiroler Speckknödelsuppe, Steirische und Kärntner Klachelsuppe, Kärntner Kirchtagssuppe und die Steirische Flecksuppe. Besonders beliebt sind in der österreichischen Küche Mehlspeisen als Suppeneinlagen wie Frittaten, Knödel, Schöberl, Nockerln, Strudel und Nudeln. Auch hat die die österreichische Küche teilweise Traditionen der Gebiete der früheren österreichisch-ungarischen Monarchie übernommen. So ist auch die aus Ungarn stammende Gulaschsuppe in Österreich recht verbreitet.

Zu den Suppen der Schweizer Küche sind die Basler Mehlsuppe, ein Gericht der Basler Fasnacht, Busecca, eine auch in Norditalien bekannte Kuttelsuppe, und die Bündner Gerstensuppe.

Waterzooi ist ein bekannter Eintopf der belgischen Küche, welcher mit Fisch oder Hühnerfleisch und verschiedenen Gemüsesorten zubereitet wird. In den Niederlanden wird die Erbsensuppe als Snert bezeichnet.

Die französische Küche hat die weltberühmte Marseiller Fischsuppe Bouillabaisse als Nationalgericht hervorgebracht. Daneben gibt es weitere Regionalsuppen wie die aus Okzitanien stammende Zwiebel-/Knoblauchsuppe Tourin und die Pariser Zwiebelsuppe, die provenzalische Soupe au pistou, die Garbure aus dem Südwesten des Landes und die in der Normandie bekannte Soupe à la graisse.

Die spanische Küche ist für ihr Nationalgericht Gazpacho, ein kalte Suppe, bekannt. Daneben gelten die zahlreiche reichhaltige, bodenständige Eintopfgerichte mit Hülsenfrüchten wie Alubias, ein Bohneneintopf, Cocido de Garbanzos, ein Kichererbseneintopf, die Fabada Asturiana, ein Bohneneintopf, Lentejas, ein Linseneintopf, als weit verbreitet.

Russische Suppen können oftmals mehreren Ländern zugeordnet werden. So ist die russische und ukrainische Gemüsesuppe Borschtsch auch in Polen unter dem Namen Barszcz bekannt. Die Soljanka ist gleichermaßen Teil der russischen Küche und der ukrainischen Küche, die auch noch die dazu ähnlichen Suppen Kapustnjak, eine Kohlsuppe, und Rassolnik kennt. Bekannte Suppen sind auch Ucha, eine Fischsuppe und Schtschi, eine Kohlsuppe. Zu den Suppen werden Roggenbrot und gefüllte Piroggen gegessen. Gleichermaßen in Russland wie in der Ukraine bekannt ist die kalte Suppe Okroschka, die oft im Sommer serviert wird. Sie wird zubereitet aus Kwas, einem mit Bierhefe zubereitetem alkoholfreien Getränk.

Neben der Rote-Bete-Suppe Barszcz gehört auch Żur, eine säuerliche Getreidesuppe mit gekochten Eiern, Kartoffeln und Wurst zu den typischen Gerichten der polnischen Küche. Daneben gibt es die Slazgurkensuppe Ogórkowa, die Graupensuppe Krupnik, die Sauerkrautsuppe Kapuśniak und Botwina, eine weitere Suppe Rote-Beete-Pflanzen, die jedoch jungen Alters sind. Auch Kaltschalen haben in Polen Tradition. Unter diesen erfreuen sich Fruchtsuppen großer Beliebtheit, wie etwa die traditionelle Heidelbeersuppe.

In Ungarn gehört die Gulaschsuppe und die pikante Fischsuppe Halászlé mit ihren Variationen Bajaer Fischsuppe mit Fadennudeln und Szegedi halászlé, der Szegediner Fischsuppe, zu den berühmtesten Gerichten des Landes.

Asien

In Fernost sind zahlreiche Nudelsuppen verbreitet. So enthalten die in Japan bekannten Ramen, Udon oder Soba neben Nudeln stets eine Vielzahl weiterer Suppeneinlagen und werden meist als Hauptgericht serviert. Eine leichtere Vorspeisensuppe ist das japanische Nationalgericht Misosuppe. Auch ist das Eintopfgericht Nabemono mit seinen vielfältigen Variationen wie Sukiyaki, Shabu-Shabu oder Chanko-nabe bekannt.

In China ist neben der Reisnudelsuppe auch die Reissuppe seit Jahrtausenden bekannt und wird in Garküchen in großen Mengen zubereitet.

Die koreanische Küche umfasst Suppengerichte wie Galbi chim, ein Eintopf mit dicker Rippe, Maronen, Karotten, Rettich. Auch sind die Maultaschensuppe Mandu guk, die Fischsuppe Maeun tang und Sundubu chige, eine Suppe aus Tofu, verbreitet

Zu den bekanntesten Gerichten Thailands gehört Tom Yam. Diese würzige, sauer-scharfe Suppe wird mit Fischsauce, Schalotten, Zitronengras, Limonensaft, Galangal, Tamarinde und vielen Chillies gewürzt. Traditionell wird das Gericht zu Reis mit verschiedenen Einlagen, wie Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten zubereitet.

Eine traditionelle vietnamesische Nudelsuppe ist Phở, die mit weißen Reisnudeln in klarer Rinderbrühe mit dünnen Rindfleischstücken zubereitet wird und auch Hühnerteile wie Brust, Bein, Herz oder Leber enthält. Garniert wird der Teller mit Bestandteilen wie grünen Zwiebeln, weißen Zwiebeln, Korianderblättern, Minze, Basilikum, Zitrone oder Sojabohnensprossen.

Mulligatawny ist eine stark gewürzte Hühner-Tomaten-Suppe, die indischer Herkunft ist. Neben Curry und Muskatnussblüten werden dazu oft Gemüsestreifen, Nüsse und Reis verarbeitet.

Amerika

Die US-amerikanische Küche zählt Gumbo zu ihren Gerichten. Das würzige Eintopfgericht der Südstaatenküche bzw. der Cajun-Küche geht vermutlich auf die französischen Fischsuppe Bouillabaisse bzw. das Cassoulet zurück, die die französischen Einwanderer mit nach Amerika brachten und an die lokal verfügbaren Zutaten anpassten. Auch das Brunswick Stew ist ein traditioneller Eintopf der US-amerikanischen Südstaaten. Die auf Tomate basierende Suppe hat regional sehr unterschiedliche Rezepte. Die Bezeichnung Clam chowder umfasst einige Muschelsuppen mit Milch als Grundzutat, die in vielen Teilen der USA mit unterschiedlichen Variationen verbreitet sind.

Ein weit verbreitetes Gericht in Südamerika ist Locro, ein Eintopf, welcher aus der Zeit vor der spanischen Kolonisation stammt. Er besteht aus vielfältigen Zutaten, hauptsächlich aus Maiskörnern, verschiedenen Arten von Würstchen, Fleischstückchen und Tomaten und ist meist pikant gewürzt. Die brasilianische Küche kennt regional verschiedene Suppen. So ist im Südosten des Landes Feijoada, ein Bohneneintopf mit verschiedenen Fleischarten, verbreitet. Im Nordosten Brasiliens ist Moqueca, ein Eintopf mit Fisch und/oder Krebsen, verbreitet. Mit den zahlreichen Variationen der Moqueca wurde der portugiesische Fischeintopf Peixada durch afrikanische Rezeptur, brasilianische Zutaten wie Palmöl und Kokosnuss sowie auch importierte Früchte wie die indische Kassava zum brasilianischen Fischtopf umgeformt.

Die ecuadorianische Sopa de Pene wird mit dem Penis eines Bullen zubereitet. Die Suppe wird im Sommer und frühen Herbst verspeist. Eine weitere Suppe aus Ecuador ist Fanesca mit Kabeljau. Ein traditionelles mexikanisches Gericht ist die scharfe Kuttelsuppe Menudo.

Etymologie

Das Wort „Suppe“ geht letztlich auf das westgermanische *supp(j) zurück, das ursprünglich „eingebrocktes Brot“ oder eine breiige Speise bezeichnete (ahd. sopha, soffa, zu sûfan „schlürfen, trinken, saufen“; altengl. sopp). Dieses germanische Wort wurde wohl schon um 600 ins Romanische entlehnt; das altfranzösische soupe ist für das 13. Jahrhundert nachgewiesen, die Äquivalente lauten im heutigen Spanischen, Portugiesischen und Provenzalischen sopa, im Französischen soupe, wovon es ins Englische mit soup überging, und im Italienischen zuppa.

In seiner heutigen Bedeutung als Bezeichnung einer kultivierten Speise ist das Wort im Deutschen seit dem 14. Jahrhundert bezeugt. Das Deutsche Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm vermutet eine Vermischung einheimischen Wortgutes mit einer Rückentlehnung aus dem französischen soupe. Das Wort ist erstmals ins niederdeutscher Lautung nachgewiesen (mittelniederdeutsch supen „mit dem Löffel essen“ gegenüber mittelhochdeutsch supfen „schlürfend trinken“) und fand in dieser Form schließlich auch Eingang ins Hochdeutsche.

Sitten

Gewöhnlich sind Suppen die Vorspeise eines Menüs oder werden als Hauptspeise gereicht. Das Auftragen und Verzehren von Suppen unterliegt einigen sittlichen Gewohnheiten und Normen des guten Benehmens, welche zum Teil weniger bekannt sind.

Servieren der Suppen

Im Menü verlangt die Suppe als erster Gang besondere Aufmerksamkeit, da diese den ersten Eindruck hinterlässt. Sie gilt bei Gourmets als diejenige Speise, welche innerhalb des Diners den höchsten Anspruch an Feinheit oder delikate Vollkommenheit setzt, da diese bestimmend für den Gesamteindruck ist.Auguste Escoffier: Kochkunstführer, Seite 102

Klare Suppen werden meist in Tassen, gebundene Suppen dagegen in tiefen Tellern serviert. Das Gericht, wenn dieses nicht als Kaltschale konzipiert ist, sollte möglichst kochendheiß und in vorgewärmtem Geschirr gereicht werden. Dies gilt im besonderen Maße für klare Suppen und wenn bereits zuvor eine kalte Vorspeise verzehrt wurde. In der Besteckanordnung sollte der vorgesehene Suppenlöffel stets an rechter Seite neben dem Suppenteller liegen. Die Anordnung des kleinen Bestecks, wonach der Suppenlöffel oberhalb des Suppentellers mit der Laffe zur Gabel gerichtet liegt, gilt als veraltet. Wenn der erste Gang eines Menüs die Suppe darstellt, sollte ein Platzteller als zwingend betrachtet werden, auf welchem das Suppengeschirr sowie das der nachfolgenden Gänge gestellt wird. Auch wird argumentiert, dass ein fehlender Unterteller eine unästhetische Leere in der Besteckanordnung bedeuten würde.

Verzehr der Suppe

Suppen werden aus dem Suppenteller oder der Tasse mit Hilfe von Suppenlöffeln verspeist. Der Löffel sollte beim Verzehren der Suppen nur zu zwei Dritteln bis drei Vierteln gefüllt sein, um ein Verkleckern zu verhindern. Der Suppenlöffel wird im deutschen Sprachraum mit der Spitze, in angelsächsischen Ländern mit der Breitseite zum Mund geführt. In Asien haben diese Löffel einen kurzen Stiel und sind sehr breit.

Im Allgemeinen verstößt im westlichen Kulturkreis das Schlürfen einer Suppe gegen die Tischsitten. Getrunken darf das Gericht nur werden, wenn dieses sich in einer Suppentasse mit einem Henkel befindet. Hierzu wird die Tasse mit der rechten Hand am entsprechenden Henkel zum Mund gehoben.Andrea Jacobi: Knaurs neuer Knigge, Knaur Ratgeber, München 2003, Seite 61, ISBN 3-426-66752-5 In der Literatur zum guten Benehmen wird das Essen aus Suppentellern unterschiedlich gewertet. Teilweise wird empfohlen, keinesfalls den Suppenteller anzukippen, um Reste auszulöffeln. Andere Texte zu dieser Thematik sehen das Ankippen zur Tischmitte nicht als sittlichen Verstoß. Wenn dies praktiziert würde, sollte der Teller leicht durch einen Rechtshänder nach rechts hinten, durch einen Linkshänder nach links hinten angekippt werden. In Frankreich stellt ein solches Anheben der Suppenteller einen Verstoß gegen die Tischsitten dar. Auch das Pusten bei heißen Suppen ist zu unterlassen, dagegen sollte man in diesen Fällen die Speise leicht mit dem Löffel rühren, bis die Suppen verzehrbar abgekühlt ist.Andrea Jacobi: Knaurs neuer Knigge, Seite 52

Einzelnachweise

Ludwig August Struve (* 18. August 1795 in Altona; † 29. August 1828 in Dorpat) war ein deutscher Arzt.

Leben

Struve war der Bruder des Astronomen Friedrich Georg Wilhelm von Struve.

Struve studierte an den Hochschulen von Dorpat und Köln Medizin. Diese Studium schloss er 1815 erfolgreich mit einer Promotion zum Dr. med. & chir. ab. Als solcher ließ er sich anschließend Altona als praktischer Arzt nieder. Bis 1823 wechselte er mit seiner Praxis nach Wilster und nach Elmshorn.

1820 wurde Struve als korrepondierendes Mitglied in die dänische medizinische Gesellschaft aufgenommen. 1820 avancierte Struve zum Professor der Therapie und wurde zum Direktor der Universitätsklinik Dorpat berufen. Auf Grund seiner Verdienste ernannte ihn der Zar zum russischen Hofrat.

Im Alter von 33 Jahren starb Ludwig August Struve am 29. August 1828 in Dorpat.

Diät Schartner Bombe

Schartner Bombe ist eine bekannte österreichische Getränkemarke.

Noch vor dem ersten Weltkrieg stieß man im Ort Leppersdorf in der Gemeinde Scharten, der erstmals im Jahre 1374 als „Leupolczstorf“ urkundlich erwähnt wurde, auf eine Quelle. Das Quellwasser floss mit ca. 21 Grad Celsius aus einem Brunnen und wurde für ein Badehaus verwendet.
In den 50er Jahren besaß die Welser Unternehmerfamilie Bartenstein die Quelle. Sohn Horst gab dem Getränk den Namen Schartner Bombe und vertrieb es als erfrischende Limonade österreichweit.

Die Marke gibt es seit über 70 Jahren. Sie wurde durch Ihre Glasflasche bekannt, Sie ist grün, misst 16,5 Zentimeter in der Höhe, 6,5 Zentimeter im Durchmesser und ihr Bauch ist das große Markenzeichen, obwohl darin nur ein Viertelliter Flüssigkeit Platz hat. Heute gibt es die Schartner Bombe auch in PET-Flaschen und in der Dose.

Schartner Bombe gibt es, weniger süß als früher, in den Sorten Zitrone, Orange, Himbeere, Kräuter, Maracuja, Pfirsich, Ananas, Spezi, Cola, Diät-Orange und Diät-Grapefruit.

Österreichweit vertrieben wurde die Marke durch die Firma Fein aus Mühlgrub bei Bad Hall, wo später auch der Abfüllbetrieb war. Später wurde die Firma an die Steirerbrau AG verkauft, die wiederum in der Brauunion Österreich aufging. Da die Brauunion damals die Lizenz für eine amerikanische Limonadenmarke besaß, wurde Schartner Bombe schließlich an die Firmengruppe Starzinger aus Frankenmarkt verkauft.

Diät Hauptmahlzeit

Eine Hauptmahlzeit ist eine Mahlzeit, in der der wesentliche, mengenmäßig größte Anteil der täglichen Nahrung zu sich genommen wird.

Dabei sind weltweit Unterschiede, die sich auf unterschiedliche Klimabedingungen und kulturelle Einflüsse zurückzuführen sind, festzustellen.

Im Allgemeinen gelten Frühstück, Mittagessen und Abendbrot als Hauptmahlzeiten. Hinsichtlich der verwendeten Lebensmittel, der Mengen und der Temperatur der Speisen beim Servieren und der daraus entstehenden Variations- und Kombinationsmöglichkeiten gibt es große Unterschiede, die selbst in relativ einheitlichen Kulturkreisen unterschiedlich sind.

Wegen der zunehmenden zeitlichen Verfügbarkeit vor allem auch von Fertiggerichten, Snacks und Imbissangeboten und des Fast-Food mit der Tendenz rund um die Uhr und wegen der Veränderung der Essgewohnheiten durch Reformen und Diäten hat der Begriff der Hauptmahlzeit eine mehr kulturhistorische als aktuelle Bedeutung.

Die Franz-Xaver-Mayr-Kur ist eine naturheilkundliche Methode zur Gesundheitsförderung und “Entschlackung”, die nach ihrem Erfinder Franz Xaver Mayr (1875-1965) benannt ist. Hauptziel ist die “Sanierung” des Darmes. Die Kur ist keine Diät zur Gewichtsreduktion, obwohl viele diese Kur machen, um abzunehmen.

Mayr war u.a. Kurarzt in der Steiermark sowie in Karlsbad und Wien. Bereits als Student glaubte er, dass die meisten gesundheitlichen Störungen mit dem Darm zusammenhängen. Seine Therapie wurde unter dem Namen Milch-Semmel-Kur bekannt, obwohl er der Art der Ernährung mehr Bedeutung einräumte als dem Nahrungsmittel selbst. Es ist nach seinen Erkenntnissen lediglich Mittel zum Zweck einer gesundheitlichen Verbesserung. Die vorübergehende Monotonie der Kost sei ein wichtiger Heilfaktor und verhelfe dem Organismus nach einiger Zeit zu vollständiger Verdauung einer naturbelassenen Kost. Außerdem hat die trockene Semmel die Funktion, das gründliche Kauen zu trainieren und den so wichtigen Speichelfluss anzuregen, der die erste Stufe der Verdauung ist.

Prinzipien

Die F.X.-Mayr-Therapie gilt als naturheilkundliches Kurverfahren. Diagnostisch soll sie ermöglichen, die Vorstadien zahlreicher Erkrankungen zu erkennen und verschiedenen Zivilisationsleiden wie Verstopfung und Darmkrebs vorzubeugen. Im Vordergrund steht die Darmentgiftung und die so genannte Entschlackung, wodurch die Selbstheilungskräfte des Körpers gefördert werden sollen. Außerdem soll sie eine Übersäuerung des Körpers beseitigen. Die Mayr-Methode wirkt im Sinn einer Regenerierung auf das Körpergewebe, seine Flüssigkeiten und auf das Blut.

Gegessen wird bei der Mayr-Kur so gut wie nichts; es gibt lediglich zweimal täglich altbackene Brötchen mit etwas Milch “bis zum ersten Sättigungsgefühl”.

Die Säulen der Mayr-Methode sind die vier S: Schonung, Säuberung, Schulung und Substitution.

Schonung

Die Kur entlastet und regeneriert die Verdauung nach den Angaben der Anbieter mit einer Diät, die auf Tee- oder Heilfasten aufbaut. Sie kann als Milch- oder auch als Ableitungsdiät in speziellen Kurkliniken oder ambulant durchgeführt werden. Bei der Milchdiät können statt Kuhmilch auch verschiedene Arten von Sauermilch, Joghurt, Mandel- oder Sojamilch eingenommen werden.

Säuberung

Bei der “Säuberung” geht es um “Entschlackung” und “Entsäuerung” des Verdauungstraktes. Sie erfolgt durch meist morgendliche Einnahme von Karlsbader oder Bittersalz und lässt sich durch Trinkkuren (Kräutertee, Leitungs- oder Mineralwasser) unterstützen. Im Fall hartnäckiger Verstopfung kann auch ein Einlauf den Kurbeginn einleiten. Der Arzt kann auch eine spezielle Bauchmassage durchführen.

Schulung

Die Schulung soll dem behutsamen Training von Organen und ihrer “Wiederertüchtigung” dienen. Eine besondere Wirkung hat das Üben des gründlichen Kauens und das Training, auf Ablenkungen beim Essen zu verzichten. Getrunken wird bei Mayr nicht während, sondern vor dem Essen, was ein Gefühl der ausreichenden Sättigung früher eintreten lasse. Auch hier ist die manuelle Bauchbehandlung durch Arzt oder Ärztin von Bedeutung. Sie soll die Peristaltik des Darms und die Funktion von Leber und Bauchspeicheldrüse aktivieren, die Atmung vertiefen und die Zirkulation von Blut und Lymphe anregen.

Substitution

Sie beugt angeblich einer Mangelernährung vor, die bei heutigen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten relativ häufig ist. Semmeln mit Milch stellen jedoch auch eine Form der Mangelernährung dar. Die Ergänzung von Vitaminen, Spuren- und Mineralstoffen durch Zusatzpräparate ist möglich.

Unterschiede zwischen traditioneller und moderner Diagnostik

Die traditionelle F.X. Mayr-Kur basiert auf der Annahme, dass eine Fehlfunktion des Darms der Auslöser für viele körperliche und seelische Beschwerden ist. Laut Mayr ist der Darm das Zentralorgan der biologischen Kraft und Gesundheit des Menschen. Er lehrte, dass alleine auf Grund von Bauchform und Körperhaltung Verdauungsstörungen und der Grad der „Selbstvergiftung“ eines Patienten diagnostiziert werden könnten. Ein eingesunkener Bauch bedeute eine krankhaft gesteigerte Darmtätigkeit, ein aufgeblähter Bauch starke Gasbildung und ein verhärteter Bauch Verstopfung.

Die moderne Mayr-Therapie baut auf dem Gedankengut von Mayr auf und ergänzt die Frühdiagnostik um moderne schulmedizinische und komplementärmedizinische Verfahren wie beispielsweise verschiedene Testverfahren zum Ausschluss von Allergien und Unverträglichkeiten.

Indikationen und Kontraindikationen

Häufig genannte Indikationen sind:

  • Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Reizdarm
  • Beschwerden wie Sodbrennen und Blähungen
  • Fettleber
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Migräne
  • Arthrose
  • Geschwächtes Immunsystem (Infektanfälligkeit)
  • Stress

Überhaupt nicht geeignet ist die Mayr-Kur bei:

  • Multipler Sklerose
  • Tumoren
  • Thyreotoxikose
  • Essstörungen (Bulimie, Magersucht)
  • Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
  • Schwangerschaft

Kritik

Die Mayr-Kur stellt eine erhebliche Belastung für den Körper dar, und zwar bereits für einen Gesunden. Sie sollte auf keinen Fall ohne ärztliche Begleitung durchgeführt werden. Als Diät zur Gewichtsabnahme ist sie nicht geeignet, da sie modifiziertem Fasten entspricht und keine Anleitung zu gesundheitsbewusste Ernährung bietet.Netdoktor zur Mayr-Kur

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Darmreinigungen ist umstritten. Wiederholte Einnahme von Abführmitteln kann die natürliche Verdauungsfunktion beeinträchtigen.

Die angenommene “Übersäuerung” des Körpers ist wissenschaftlich nicht nachweisbar. Messbar ist lediglich der Harnsäuregehalt. „Mayrs Behauptungen über die negativen Wirkungen, die von den verdauungsbedingten Säuren, Alkoholen und Eiweißabbauprodukten im Körper ausgehen, konnten durch moderne ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse nicht bestätigt werden. (…) Die von Anwendern der Mayr-Diät gelegentlich geäßerten Heilungsversprechen bei vielen Krankheiten und Beschwerden sind nicht durch Untersuchungsergebnisse gedeckt.“Roland Bettschart u.a., Bittere Naturmedizin. Wirkung und Bewertung der alternativen Behandlungsmethoden, Diagnoseverfahren und Arzneimittel, 2. Aufl. Köln 1995, S. 805

Quellen

Diät Krebsdiät

Krebsdiäten zählen zu den komplementären Heilmaßnahmen gegen Krebserkrankungen.

Statistiken zufolge wendet jeder zweite Krebskranke parallel zur konventionellen Behandlung auch eine oder mehrere komplementäre (unkonventionelle) Therapien an. Fast immer beinhalten diese auch ernährungsbezogene Maßnahmen, etwa den Verzicht auf Genußmittel und weißen Zucker oder den vermehrten Verzehr von Obst und Gemüse. Dies steht nicht immer im Widerspruch zur evidenzbasierten Medizin. Aufgrund von epidemiologischen Erkenntnissen, die eine vorbeugende Wirkung der “gesunden” Ernährungsweise gegenüber Krebsentstehung vermuten lassen, empfehlen Onkologen häufig auch bereits erkrankten Personen eine an Vitaminen und Spurenelementen reiche, fettreduzierte, möglichst abwechslungsreiche Mischkost.

Dezidierte Krebs-Diäten gehen über solche allgemein gehaltenen Empfehlungen hinaus und enthalten oft hervorgehobene, ungewöhnliche Komponenten, etwa bestimmte Pflanzen oder Inhaltsstoffe. Darüberhinaus bieten sie immer auch theoretische, wissenschaftlich allerdings wenig abgesicherte Erklärungsmodelle für ihre erhoffte Wirkung gegen Krebs. Es soll in der Regel eine “Entgiftung” des Organismus’ und Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte erzielt werden. Andere Ansätze hoffen die Krebszellen “auszuhungern” oder zu vergiften, was einer bildhaften Vorstellung entspricht, die jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt.

Diese Zusammenstellung zeigt, dass sich die Empfehlungen teilweise widersprechen. Keine der vorgenannten Diätformen ist nach den Maßstäben der evidenzbasierten Medizin als wirksam nachgewiesen. Im Gegenteil kann eine sehr einseitige Kost, etwa die makrobiotische Kost in der höchsten Anwendungsstufe, bei Gesunden und Kranken zu Mangelerscheinungen führen.

Siehe auch: Mikronährstoff (Medizin)